Schwimmsport in der Wartburgstadt

Erste Anfänge

Durch den Bau der ersten Badeanstalten (Alexanderbad) in der Wartburgstadt gründeten sich auch Schwimmvereine.

Mit dem Sophienbad in der Grimmelgasse entstand die erste Schwimmhalle, durch die ein Training in den Wintermonaten möglich wurde.

Kunstschwimmen

Schwimmern folgten Kunstschwimmer (später Synchronschwimmen) und mit den Erfolgen der deutschen Nationalmannschaft (Olympiagold 1928) fanden auch bald Wasserballspiele statt. Bereits in den 30er und 40er Jahren gelang es den ersten Eisenacher Schwimmern sich für die deutschen Meisterschaften zu qualifizieren.

 

Sport im DDR System

In den 50er Jahren organisierten sich die Sportler in Betriebssportgemeinschaften (BSG). Geschwommen und gespielt wurde bei Lok, Handwerk, Medizin und Motor Eisenach. In dieser Zeit schafften auch einige Talente den Sprung in den Spitzensport. Allen voran der Wasserballer Jürgen Thiel, der später Kapitän der DDR Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio und 1968 in Mexiko-City wurde.

 

Die 70er und 80er Jahre

Die 70er Jahre wurden von den immer schlechter werdenden Trainingsbedingungen in der Wartburgstadt geprägt. Das inzwischen marode gewordene Sophienbad war immer noch die einzige Schwimmhalle und konnte unter den Bedingungen der Planwirtschaft nur notdürftig saniert werden.

Dennoch gelang es der BSG Motor Eisenach, die inzwischen federführende Schwimmabteilung, immer wieder junge Sportler für die Sportschule des SC Turbine Erfurt auszubilden. Die Wasserballer erreichten 1976 den nicht für möglich gehaltenen Aufstieg in die höchste Spielklasse der DDR.

1977 erbaute die Stadt Eisenach die Volksschwimmhalle an der Katzenaue. Wenige Jahre später wurde das Sophienbad geschlossen. In dem gut organisierten DDR Sportsystem schwammen die Eisenacher Sportler im Trainingszentrum. Talente, wie die spätere Europameisterin über 200m Schmetterling Jacqueline Alex, fanden so ihren Weg an die Erfurter Sportschule. Der Wasserballmannschaft gelang 1986 noch einmal ein vierter Platz in der DDR Liga.

 

Nachwendezeit

Mit der politischen Wende im Herbst 1989 war auch das Ende der Betriebsportgemeinschaften besiegelt. Ein Großteil der jetzt vereinslosen Sportabteilungen gründeten den SV Wartburgstadt.

In den 90er Jahren kam es zu den ersten innerdeutschen Vergleichen. Die Schwimmer starteten jetzt in Marburg, Kassel und Eschwege. Die Wasserballer spielten in Bielefeld, Emden und Offenbach. Neue Freundschaften entstanden. Unter den Trainern Singwald und Hollerbuhl erreichte die Eisenacher Jugendwasserballmannschaft 1994 mit herausragenden Leistungen die Endrunde um die deutsche Meisterschaft.

Um die immer schwieriger werdende Finanzierung von Training, Wettkämpfen, Trainingslagern und Spielen zu gewährleisten, entschloss sich die Abteilungsleitung 1997 einen eigenständigen Eisenacher Schwimmverein zu gründen.

 

Gründung des ESSV

  • 13.03.1997 Gründung des Eisenacher Schwimm- und Sportvereins mit 43 Mitgliedern, Vorsitzender Lothar Götze, Vorstand: Ekkehard Meißner, Thoralf Rampolt, Thomas Hollerbuhl, Ilona Hünniger, Gabi Knieriem, Harry Görmer
  • 1997 Austragung des ersten Wartburgkriteriums
  • 1997 Wasserballmannschaft steht im Finale des internationalen Turniers in Emden
  • 1998 erste Ausgabe der Vereinszeitung „Die Wasserratten“, Redakteur Harry Görmer
  • 1998 Cheftrainer der Leistungsschwimmer wird Herbert Stahl
  • 1998 Wasserball Männer werden Thüringer Landesmeister
  • 1998 erstes Vereinsfest des ESSV
  • 1999 Sabine Doht wird neue Vorsitzende des ESSV
  • 1999 Gründung der Abteilung Triathlon im ESSV
  • 1999 Teilnahme der Masters-Schwimmer an den Europameisterschaften in Innsbruck
  • 2000 ESSV beteiligt sich mit einem Festwagen am Eisenacher Sommergewinn
  • 2000 Trainingslager der Schwimmer in Pilsen
  • 2001 5. Internationale Wartburgkriterium startet mit 15 Vereinen
  • 2001 die Leistungsgruppe Schwimmen organisiert Trainingslager in Pesaro / Italien
  • 2001 Franziska Busch schwimmt Landesrekord über 50m Brust
  • 2003 Schwimmer werden zum Regionalleistungszentrum Westthüringen
  • 2004 Wasserballer starten erstmals beim internationalen Bodenseecup in Bregenz / Österreich
  • 2005 Lothar Götze und Lutz Reinhardt werden Ehrenmitglieder des Vereins
  • 2005 – 2007 Umbau der Eisenacher Volksschwimmhalle – Training und Schwimmkurse unter schwierigen Bedingungen in Herleshausen, Tabarz und Gotha
  • 2006 Wasserballer spielen beim internationalen Turnier in Montreux
  • 2007 10-jähriges Vereinsjubiläum, ca. 200 Mitglieder  
  • 2007 ESSV richtet anlässlich des Thüringentages in Eisenach ein 24-Stunden–Schwimmen im Freibad aus
  • 2008 Austragung des ersten Kinderschwimmfestes des ESSV
  • 2009 die ESSV Masterschwimmer und der 1.SGV Mühlhausen schließen sich zur SG Westthüringen zusammen
  • 2010 Detlev Chyzy wird neuer Cheftrainer der Leistungsschwimmer
  • 2010 Wasserballmannschaft gewinnt Turnier von Buxtehude
  • Annalena Geyer wird Juniorenweltmeisterin mit der deutschen Staffel im Rettungsschwimmen
  • 2016 Masters WM in London, Frank Hesbacher wird Weltmeister über 200m Freistiel, Bronze für die 4x50m Lagenstaffel (Wagner, Singwald, Schmidt, Hesbacher)
  • 2017 20-jähriges Vereinsjubiläum 
  • 2017 Annalena Geyer startet bei den Militärweltmeisterschaften in Rio de Janeiro und belegt mit der Deutschen 4x100mFreistielstaffel den vierten Platz
  • 2018 Masters EM in Kranj, Bronze für Frank Hesbacher über 200m Freistiel, Bronze für die 4x50m Freistielstaffel (Martin, Wagner, Hesbacher, Hollerbuhl)
  • 2019 neuer Vorsitzender des ESSV wird Arnd Müller
  • 2019 ESSV ist erstmals mit einem Stand bei der Eisenacher Kinderkulturnacht vertreten – Thema: Alles rund um den Wasserball  
  • 2019 Charlotte Penz gewinnt bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften Bronze über 50m Schmetterling